Guilloche

Kaum kann man eine Uhr, hergestellt mit der Guilloche-Technik, nicht bemerken. Diese Uhren ziehen Blicke sowohl der verfeinerten Kenner, als auch der Leute mit gutem Geschmack heran. Der Sinn der Guilloche-Technik besteht im Auftragen auf die Oberfläche eines feinen gravierten Musters aus wellenförmigen, parallelen oder sich kreuzenden Strichen in richtiger geometrischer Reihenfolge. Auf der Oberfläche des sich drehenden Halbzeuges wird ein geometrisches Muster geschnitten, das mit einem undenkbaren Glanz schillert.

Guilloche wird mit einer speziellen Maschine gemacht. Im XVII-en und XVIII-en Jahrhundert kamen die Guilloche-Maschinen der europäischen Herstellung in die Häuser  des Hochadels und der Personen mit dem königlichen Blut. Die mit einer Drehmaschine gemachte Schnitzarbeit wurde zur Lieblingsbeschäftigung in der Freizeit auf den Königshöfen Europas.  Die preußischen Könige Friedrich III und Friedrich IV, der englische Georg III, sowie französische Ludovic XV und Ludovic XVI beschäftigten sich persönlich mit der Ausgestaltung mit der Drehmaschine solcher Gegenstände wie Schatullen und Kompasse, die wir auch jetzt in den Museen sehen. In den Werkstätten dieser Monarchen arbeiteten viele meisterhafte Dreher. Mit der Dreherei beschäftigten sich nicht nur Männer, sondern auch Frauen. Sogar Königin Victoria hatte eine Drehmaschine. Genau in dieser Epoche, in der Epoche vom Interesse zu den Mechanismen, haben die Menschen die schönsten Muster der feinen Dreharbeit geschaffen. 

Guillochieren erfolgt mit den Sticheln aus Stahl oder Diamanten. Dank dem speziell vorbereiteten Werkzeug aus Rubin entsteht die Spiegelung der Kanten.